Heinrich Ernst Kromer

Heinrich Ernst Kromer wurde am 26.09.1866 in Riedern am Wald geboren. Er war viertes von fünf Kindern von Holzhändler Dorus Kromer und Bürgermeistertochter Maria, geborene Maurer. Sein Großvater Dionys Kromer kam aus Grafenhausen und kaufte den Weilerhof 1838 mit 200 Morgen Land.

Heinrich Ernst verbrachte seine Jugendjahre in Riedern und Zizenhausen in der Nähe von Stockach. Abitur machte er in Konstanz, studiert hat er in Heidelberg und München. Seine weiteren Lebensstationen waren Italien, München, Heidelberg, Konstanz. Er verstarb am 05.05.1948 im Marienhaus in Konstanz.

Heinrich Ernst Kromer

Heinrich Ernst Kromers Eltern: Dorus und Marei Kromer (die Bilder sind von Heinrich Ernst selbst gezeichnet, seine Mutter hat er viele Jahre nach ihrem Tod aus der Erinnerung heraus gezeichnet, er war erst 14 Jahre alt, als seine geliebte Mutter 1880 im Alter von 49 Jahren gestorben ist). Die Eltern von Heinrich Ernst und deren tragische Liebesgeschichte ist roter Faden von „Zwischen den Welten“.

Heinrich Ernst Kromer hatte viel künstlerische Talente: Schriftsteller, Maler, Bildhauer, Grafiker, Keramiker. Hans Thoma kaufte viele seiner Werke (Radierungen, Holzschnitte, Zeichnungen, Ölbilder, Plastiken und Majoliken) für die Karlsruher Kunsthalle, dadurch wurde er bekannt und anerkannt. Einige seiner Werke sind im Heinrich Ernst Kromer Museum im Kloster in Riedern am Wald ausgestellt. In der Heinrich Ernst Kromer-Stube im Gasthaus Kreuz in Riedern finden sich weitere Werke. Es handelt sich um Reproduktionen, die Originale wurden beim Brand des Gasthauses im Jahr 2001 leider zerstört.

Seine Bücher:

  • Alemannisches Geschichtenbuch
  • Von Schelmen und braven Leuten
  • Die Amerikafahrt
  • Gustav Hänfling
  • Die Mittendurcher
  • Arnold Lohrs Zigeunerfahrt
  • Schauen und Bauen

Gohr nicht der Frühling rings im Land
So früh, verfrüht!
Von der Sonne zerglüht,
in Thalen und auf Bergen schwand
der schwache Schnee.
Da sankst du müd’, so lebensmüd’,
unter des Todes erlösender Hand –
und uns, uns schüttelte das Weh!
Wem, hoher Weltengeist, unsagbar groß,
wem warfst du jenes reiche Vermächtnis
in den Schoß?
Und ringt dafür, zu ewigem Gedächtnis,
eine, nur eine That sich los?
Ging von dem Pfund, das sie gemehrt,
kein Kleinstes verloren?
O, sei mit Kraft, mit Thaten geehrt,
du heiliger Leib, der uns geboren!
Doch den zum Erben du erkoren,
Mit deinem Geist sei er bewehrt,
das Unkraft nimmer ihn verzehrt,
schleichend, vor der Erfüllung Thoren!

„Zum 10. Februar“ – Gedicht von Heinrich Ernst Kromer an seine Mutter Marei
(Der 10. Februar ist der Todestag von Marei Kromer)

Die Heinrich Ernst Kromer-Gesellschaft wurde 1992 gegründet. Sie bemüht sich, durch Ausstellungen, Lesungen und literarische Wanderungen das Andenken an HEK aufrecht zu erhalten bzw. wieder zu wecken.

  • 1998 wurde  das Kromer-Museum im Kloster Riedern anlässlich des 50. Todestages des Künstlers eröffnet.
  • Im Jahr 2004 wurde die Kromer-Stube im Gasthaus Kranz in Riedern wiedereröffnet. Diese wurde ursprünglich bereits im September 1956 vom damaligen Bürgermeister Blatter eingeweiht, ebenso wie die Gedenktafel am Weilerhof.

Heinrich Ernst Kromer Bronzefigur im Garten von Stifter Heiner Duttlinger in Riedern am Wald. Das Gelände gehörte wohl im 19. Jahrhundert der Familie Kromer. Heiner Duttlinger bringt sich mit viel Engagement in unseren Verein ein.