Theaterspielen verbindet

Wer bei „Im Wind der Zeit“ dabei war hat es erlebt, wie aus vielen einzelnen Menschen, aus einem bunten Blumengarten eine Gemeinschaft entsteht. Aus „ich“ wurde „wir“. Jeder hat sich mit seinen Stärken eingebracht und hat von der immer intensiver werdenden Gemeinschaft profitiert.

Die gemeinsame Zeit von „Im Wind der Zeit“ war so eindrucksvoll und prägend, so dass ein Loslassen nach dem Finale nicht möglich war. Regelmäßige Theaterstammtische finden bis heute statt. Aus einem Theaterprojekt zu einem Dorfjubiläum hat sich ein Theaterverein gegründet bestehend aus Mitgliedern von 4 bis 86 Jahren. Integriert ist eine Jugendabteilung mit derzeit rund 50 Kindern und Jugendlichen. Gemeinschaftsprojekte sowohl mit der Alemannenschule Wutöschingen, als auch mit der Volkshochschule sind entstanden. Und ein neues großes Freilichttheater erfüllt uns mit großer Freude.

„Zwischen den Welten“ ist in den kommenden Monaten unser Mittelpunkt.

Lust auf Theater und Kultur liegt und lag bei uns in der Luft. Beim Theaterspielen lernt man sich kennen, wie man wirklich ist, mit all seinen Emotionen und Fehlern, man hat gemeinsame Höhen, aber auch Tiefen. Nicht jede Probe läuft wie am Schnürchen. Nerven liegen manchmal blank, Nervosität und Lampenfieber bremsen gelegentlich und motivieren dann aber wieder voran. Sich die Hände reichen und einen Kreis bilden, die Gemeinschaft spüren und klar erkennen, dass man nicht alleine ist, das ist wertvoll und schön und genau das ist es, was verbindet und stark macht.

Immer vor jeder Probe bilden wir einen großen Kreis, fühlen so die Gemeinschaft, konzentrieren uns auf unsere Rollen und gehen gemeinsam zurück in der Zeit.

D Erinnerig, wie i weiß,
isch en riesegroße Kreis,
do chasch zmitz dri iine hure
un uf Kläng vo früehjer lure.

De bruchsch au it lang warte,
gli klingts uf alli Arte.
Si bringt dr so us ferner Zit,
e winzig Stuck vom Himmel mit.

E. Buhr